Neuigkeiten aus dem Wettkampfgeschehen

Marathon-DM: Fürther Trio strahlt um die Wette

FRANKFURT – Unterschiedlicher konnten die Vorzeichen nicht sein. Während es bei Christine Ramsauer um die Medaillen ging, stand bei Jens Miesen eine schnelle Zeit im Vordergrund. Und was hatte sich Julia Hiller vorgenommen ? Die Bahnläuferin suchte eine neue Herausforderung und wollte unbedingt finishen.

Nach weniger als drei Stunden war klar, alle drei hatten ihr Ziel mehr als erreicht und strahlten um die Wette. Pech hatte Kerstin Steg, die das Rennen vorzeitig beendet musste. 

 

Denn bis Kilometer 16 war auch Kerstin Steg noch bei der Musik. Gemeinsam mit Edelhase Eike Loch sollte eine schnelle Zeit her. Die Form stimmte, doch  beim Anstieg zur Untermain-Brücke zwang eine Wadenverletzung zum abrupten Ausstieg. Selbst der Heimweg zu Fuß war für Fürths Marathon-Ass danach kaum zu schaffen. Damit war klar, die Teammedaille bei den Damen war nicht mehr zu holen, nur noch Julia Hiller und Christine Ramsauer waren im Rennen. Diese beiden zeigten weiter eine starke Performance.

Für Christine Ramsauer war der Frankfurt Marathon der Jahreshöhepunkt. Die Allersbergerin im Fürther Trikot wurde für ihren Trainingsfleiß belohnt und war in 2:58:55 Std Netto-Zeit so schnell wie schon lange nicht mehr. Noch wichtiger war für die Einzelwertung allerdings die Brutto-Zeit. „Ich hatte mich extra weit vorne in den Startblock gestellt, denn bei der Meisterschaft zählt der Zieldurchlauf“ erläuterte die bayerische Marathonmeisterin von 2013. Diese Taktik zahlte sich aus. Mit genau 10 Sekunden Vorsprung lief Christine Ramsauer zur Deutschen Vizemeisterschaft in der W45 und feierte damit einen ihrer größten Erfolge ihrer Laufkarriere.

Julia Hiller hingegen konnte ihr ganz persönliches Abenteuer vom Marathon verwirklichen und fühlte sich bis Kilometer 30 bei ihrem 4-Minuten-Tempo pudelwohl. „Dass meine Oberschenkel irgendwann nicht mehr wollten, war mir schon vorher klar, denn ich bin Vorfeld ja nur einmal über 30 Kilometer gelaufen, und das in einem ganz anderen Tempo“. Nach 2:57:53 Stunden erreichte die Erlanger Ärztin zufrieden das Ziel und blickte schmunzelnd voraus. „Wenn ich nochmal einen laufen sollte, dann bereite ich mich natürlich ernsthafter vor“.

Schnellster LACer in Frankfurt war Jens Miesen. In 2:44:10 verbesserte der 30-Jährige seine Bestzeit aus dem Vorjahr. Auch diese war vom Frankfurt Marathon notiert, der seinem Ruf als eine der schnellsten Strecken wieder einmal gerecht wurde.

Einzige Fürther Mannschaft im Ziel waren die Männer M60/65. In der Besetzung Volker Dittmar, Hans Heidelberger, Peter Lösel sprang Rang vier heraus.

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